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Früher

Die Volksschule Eggenbach

Der Einzugsbereich der Volksschule Eggenbach umfasste die Orte Eggenbach, Freiberg und Draisdorf. Anhand noch vorhandener Aufzeichnungen lassen sich einzelne Ereignisse aus der Schulgeschichte nachvollziehen.
So wird 1826 das Schulgebäude als „im höchsten Grade baufällig“ bezeichnet. Es umfasste neben dem „dumpfigen, nassen Schulzimmer, das für die Menge der Kinder durchaus zu enge“ war, auch noch die Wohnung eines Gemeindeschmieds, so dass für den Lehrer nur mehr Platz „in einem elenden Nebenloche“ blieb. Daher erfolgte am 16. August 1843 die Anweisung des Königlichen Landgerichts Seßlach zum Bau eines neuen Schulhauses. In den 1950-er Jahren bemühten sich die Verantwortlichen um eine Beseitigung der „Elendsschulverhältnisse“ in Eggenbach. Deswegen beschloss am 26. Oktober 1958 die Schulpflegschaft des Schulverbandes Eggenbach zur „Beseitigung der außerordentlichen Notstände […] Raummangel und unhygienische Zustände der Abortanlagen“ den Anbau eines normalen Klassenzimmers mit Neuerrichtung der sanitären Anlagen. 1959 wurde der Plan genehmigt, die Eggenbacher Schule erweitert und saniert.
Im Durchschnitt besuchten immer ca. 60 Kinder die Schule.

Alte Schule Eggenbach

Alte Schule Eggenbach

Auch der Lehrer wohnte stets im Schulhaus in Eggenbach Nr. 48. Seine Wohnung befand sich vornehmlich im 1. Stockwerk. Der Mietvertrag umfasste auch Keller, Dachboden, Garage und Garten. In einem am 1.1.1972 neu abgeschlossenen Mietvertrag betrug die Monatsmiete 85 DM.
1965/66 ist Eggenbach eine zweiklassige katholische Bekenntnisschule. Durch ein Schreiben des Staatlichen Schulamts Staffelstein vom 6.12.1968 sollten die Schüler von Eggenbach, Freiberg, Erlhof und Draisdorf ab dem Schuljahr 1969/70, auch aus „wirtschaftlichen und verkehrsmäßigen Gründen“ die Bekenntnisschule „Mittlerer Itzgrund“ (Verbandsschule) in Bodelstadt besuchen. Das bedeutete das Ende der Schule in Eggenbach.

Die Schule Gleußen

Wie überall in den früheren Jahrhunderten ist auch in Gleußen die Schulgeschichte eng mit der Kirchengeschichte des Ortes verflochten. Schon 1528 bestand im Ort eine eigene Schule. Die aus dem Jahr 1838 stammende Schulchronik von Gleußen, verfasst vom Lehrer Johann Wolfgang Braungard,  berichtet, dass die Schule, ein zweistöckiges Gebäude, in der Mitte des Dorfes beim Gemeindebrunnen stand und später wegen Baufälligkeit und ungünstiger Lage abgetragen wurde. In der Chronik wird auch erwähnt, dass „Kaltenbrunn eine viel gesündere Lage hat als Gleußen, wo in Folge der tiefen und feuchten Bodenfläche oft nervöse Krankheiten zum Ausbruch kommen.“
1632 schulte man die Kinder aus Lohof in Gleußen ein.
Sieben Jahre später folgten die Kinder aus Merkendorf. 1781 wurden die Kinder aus Merkendorf nach Herreth eingeschult. 1824 kamen auch die Kinder aus Kaltenbrunn zur Gleußener Schule.

Alte Schule Gleußen

Alte Schule Gleußen

Von 1818 bis 1924 dient das frühere Haus Nr. 2 als Schulhaus. Das zweigeschossige Satteldachhaus dürfte um die Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut worden sein und zeigt schönes Fachwerk. Um die Jahre 1922/24 wurde ein neues Schulhaus erbaut, das
1966 seine Funktion verlor, da ab diesem Zeitpunkt die Kinder in der Verbandsschule Bodelstadt unterrichtet wurden.
1975 wurde das Haus überflüssigerweise abgerissen, da die geplante Verlegung der Staatsstraße 2204 Staffelstein – Seßlach so nicht ausgeführt wurde.
Bei einer Visitation der Gleußener Schule 1866 wurden der Leistungsstand der Schüler und die „trefflichen Lehrmethoden“ des Lehrers Böhm besonders hervorgehoben. Im Schuljahr 1876/77 wurde die Schule als die mit Abstand beste Schule des Michelauer Schuldistrikts bezeichnet.

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